Präambel

Die Vertreter der Liste Eltern Deutschland beschließen hiermit den Menschen und die Familie wieder in den Mittelpunkt aller Politik zu stellen. Der wichtigste Garant für unsere gesellschaftliche Zukunft sind unsere Kinder – und wir sehen es als unsere Aufgabe allen Mitgliedern unseres Staates diese Verantwortung beständig vor Augen zu führen. Dementsprechend erklärt die LED mit heutigem Beschluss folgende Forderungen umzusetzen.

Artikel 1

Unsere Kinder sind kein Humankapital, sondern Menschen. Die Erziehung und Ausbildung muss wieder mehr auf das uneingeschränkte Wohl des Kindes abgestimmt werden.

zu Artikel 1
  • Schluss mit der Pisa Studie und Weiteren, die sehr teuer sind. Tests sind wichtig, müssen aber aussagefähig sein und sind dabei wesentlich kostengünstiger gestaltbar.
  • Stärkung des Deutsch- und Literaturunterrichtes, Stärkung von Geschichte-, Philosophie-, Ethik-, Kunst- und Musikunterricht – gleichwertig zu den Naturwissenschaften und unter Einbezug der „alten Dichter und Denker“- Schule = Allgemeinbildung
  • vorschulische Bildung in Kindergärten an ganzheitlicher Pädagogik orientieren
  • Reizüberflutung durch neue Medien wie TV-Werbung, Computerspiele, Handy u.v.m., Folgen: fehlende Medien – und Sozialkompetenz, Lösungswege sind notwendig, dem entgegenzuwirken
  • Geförderte Schulungen wie andere Veranstaltungen, die werdenden und gewordenen Eltern den Sinn und die Aufgaben einer richtigen Kindeserziehung vermitteln
  • zu schnelles und unkoordiniertes Abweichen von bewährten Konzepten in der Bildung beenden
  • Eine immer mehr streng ökonomische Ausrichtung der Bildung ist zu beenden, dafür ist fachübergreifendes Denken zu fördern.

Ziel der Bildung: Kindern und Jugendlichen die Grundlagen zu vermitteln, sich zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen im humanistischen Sinne entwickeln zu können, kreativ ihr Leben zu gestalten und sich als aktives Mitglied der Gesellschaft zu begreifen

Artikel 2

Wer Banken mit Milliarden retten kann, muss dies auch mit der Bildung tun. Wir fordern mehr finanzielle Mittel für die Bildung. Höhere Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern, verbesserte Ausbildung der Lehrer, bessere Ausstattung der Schulen und Kindergärten.

zu Artikel 2
  • Aufwertung des Erzieher – und Lehrerberufes im Rahmen der gesellschaftlichen Anerkennung und der Entlohnung
  • generell Festanstellung der angestellten Lehrkräfte wie Sozialpädagogen und Erzieher und keine befristeten Verträge
  • Verbesserung der Lehrerbildung in den Bereichen Pädagogik, Didaktik, Kinder- und Jugendpsychologie, Erzieher und Lehrer müssen mit zu der Elite der Gesellschaft gehören
  • Lehrerbildung soll nicht an privaten, sondern an staatlichen Akademien erfolgen
  • Nicht Politik, nicht Kapital, sondern Erzieher, Lehrer, Eltern und Wissenschaften sind verantwortlich für Bildung, Politik setzt nur den Rahmen
  • Schaffung gleicher und adäquater Lernbedingungen in allen Bildungseinrichtungen ohne Ausnahme
  • Finanzierungsmittel der Privatwirtschaft haben an allen staatlichen Bildungseinrichtungen incl. Universitäten nichts zu suchen, um deren Unabhängigkeit in Bildung und Forschung zu gewährleisten. Sollte es doch notwendig sein, ist eine unabhängige Kontrolle über die Verwendung unerlässlich. Ergebnisse müssen öffentlich sein.
  • Kein TISA – Abkommen, welches auch vorsieht, Bildungseinrichtungen unumkehrbar privatisieren zu können !
  • Stärkung der Elternrechte über die Arbeit der Elternbeiräte auf allen Ebenen mit Niederschlag im Schulgesetz

Artikel 3

Wir fordern die Einführung eines gerechten Steuersystemes für alle, um die gesellschaftlichen Unterschiede und die Schere zwischen arm und reich auszugleichen. Erhöhten Einnahmen kommen ausschließlich der Bildung, der Kinder- und der Jugendförderung zugute.

zu Artikel 3
  • wachsende Unfähigkeit, soziale Probleme und Konflikte in Ursache und Wirkung zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, gehört zu den Grundproblemen der Entwicklung der wachsenden Ungleichheit zwischen den gesellschaftlichen Schichten
  • Ganztagsschulen nur Bedarfsbedingt einführen, da Kinder Nachmittags Zeit für Hobby, Spiel und Freundinnen / Freunde benötigen, Hortbetreuung sollte ggf. vorgezogen werden und statt dessen Länderfinanziert sein
  • musische Erziehung, die hauptsächlich in der Freizeit der Kinder erfolgt, aber auch in der Schule, ist zu fördern, ihr Potential für die geistige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist wissenschaftlich bewiesen
  • Schaffung von attraktiven, staatlich finanzierten Freizeitangeboten über z.B. Arbeitsgemeinschaften, Förderung des Breitensportes und Schaffung der notwendigen Grundlagen wie Sport – und Bolzplätzen, AG – Leitungen und Trainer, vorwiegend in Festanstellung und mit guter Ausbildung

Artikel 4

Wir fordern die Abschaffung des Betreuungsgeldes und die gleichzeitige Investition der Gelder in die Ausstattung und den Bau von vorschulischen Kinderbetreuungseinrichtungen

zu Artikel 4
  • Abschaffung des Betreuungsgeldes, da es zum großen Teil den falschen Eltern zu Gute kommt, entweder sind es Kinder aus Familien, welche durch soziale oder migrationsbedingte Probleme Anleitung und das Erlernen gesellschaftlicher Regeln dringend benötigen oder es wird von Müttern genutzt, die sozial gesichert als Hausfrau leben und deren Kinder soziale Kontakte zu anderen Kindern aller Schichten in Vorbereitung auf die Schule und ihr Leben brauchen.
  • Kein Land gibt Cash in Form von Kindergeld, Steuervergünstigungen in Form des Kinderfreibetrages, weiterer absetzbarer Betreuungskosten (z.B. Au-Pair), Schulgeld bei Privatschulen u.v.a. mehr Familien in die Hand als die Bundesrepublik. Würden diese Gelder sinnvoller eingesetzt, z.B. kostenlose KiTa, kostenfreies und gesundes Mittagessen für die Kinder, endgültige Durchsetzung der Lernmittelfreiheit, kostenfreie Schülerbeförderung, u.v.m., wären diese Mittel wesentlich besser genutzt.
  • Bedarfsorientiert und Flächendeckend genügend Kinderkrippen und – gärten, sollte einmal die Kinderzahl geringer sein, kann die Qualität verbessert werden oder es finden sich andere Möglichkeiten, die Gebäude für die Kinder – und Jugendarbeit zu nutzen.

Artikel 5

Die Verbesserung der schulischen Situation, hierzu gehören vor allem die Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts ab der 1. Klasse, die gemeinsame Grundschule bis zur 8. Klasse, die freie Wahl von G8 oder G9 und die Stärkung der Grund – und Realschulen.

zu Artikel 5
  • Stärkung der Grund- und Realschulen mit einheitlichen Lehrplänen in Inhalt und Umsetzung, Werkreal – in Realschulen nur dann auflösen, wenn der duale Unterricht übernommen und ausgebaut wird. Abschaffung des Reichen-Sytemes („Schreiben wie Hören“) ebenso wie die vereinfachte Schreibschrift. Schreibschrift generell lehren und nicht abschaffen.
  • Generell im Gymnasialbereich die Möglichkeit, G9 zu wählen, ebenso mit einheitlichen Lehrplänen in Inhalt und Umsetzung; Wechsel auf das Gymnasium frühestens nach der 8. Klasse und nur von den Kindern, die qualitativ und seitens ihrer Motivation auch für das Gymnasium befähigt sind (Beispielhaft sind zu sehen die Zahl der Studienabbrecher an den Universitäten)
  • Gemeinschafts- oder Gesamtschulen nur in ländlichen Bereichen, in denen die Schülerzahlen nicht ausreichen oder punktuell in sozialen Brennpunkten (Lehrer/-innen in der notwendigen Qualifikation und Menge flächendeckend nicht vorhanden)
  • Bessere Förderung der beruflichen Gymnasien, sie sind kein Anhängsel, sondern ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft
  • Abkehr von Bachelor und Master, Hochschul- und Fachschulstudium haben sich bewährt, nicht schnelle Einkehr in die Wirtschaft ist notwendig, sondern qualifizierte, im Übrigen: Grundlagen- vor angewandter Forschung
  • Förderung von freier Wissenschaft – staatlich finanzierte Forschungsergebnisse müssen frei verfügbar und quelloffen sein. Mehr Dauerstellen im akademischen Mittelbau – es muss, wie in anderen Ländern – Alternativen zur Professur geben. Daueraufgaben müssen mit Dauerstellen bedient werden und eine akademische Karriere muss planbar sein, was auch Familienplanung mit einschließt, wenn wir der Auswanderung Hochqualifizierter entgegen wirken wollen.
  • Ein einheitliches Bildungssystem in Inhalt, Form und Umsetzung in allen Bundesländern ohne Außnahme ist unser erklärtes Ziel.
  • Zu der Einführung des verpflichtenden Ethikunterrichtes bitte unter Artikel 6 nachlesen.
  • Ein Ende des Gender – Mainstreams in der Schule. Sexualaufklärung auch und im Zusammenhang mit Gleichberechtigung gehört in den Ethikunterricht und ist altersgerecht durchzuführen. Biologie ist ein Hauptfach und kein „Naturphänomen“.

Artikel 6

Wir stehen für eine Einwanderungspolitik die sich an den international festgelegten Regeln orientiert. Das Erlernen der deutschen Sprache und die Gleichberechtigung der Frau sehen wir als eine zentrale Voraussetzung für die aktive Teilnahme am Leben in unserer Gesellschaft.

zu Artikel 6
  • Einführung eines verbindlichen Ethikunterrichtes ab der 1. Klasse, in dem die Grundlagen des Lebens in unserer Gesellschaft und alle Religionen in ihrer Entstehung, ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrer heutigen Rolle in unserer Gesellschaft gelehrt werden. Nur dann sind Kinder und Jugendliche verschiedener Religionen und ethnischer Zugehörigkeiten in der Lage, eine gemeinsame Basis des Zusammenlebens zu entwickeln. Getrennter Religionsunterricht in der sich wandelnden Gesellschaft bedeutet Ausgrenzung.
  • Wer entsprechend den gültigen, international festgelegten Regeln aus politisch verfolgten Gründen Asyl in Deutschland beantragt und erhält, ist immer willkommen.
  • Wer im Rahmen der EU – Freizügigkeitsregelungen, durch Heirat oder andere private Gründe in Deutschland leben möchte, ebenfalls. Aber dies nur dann, wenn die deutsche Sprache erlernt wird und die deutschen Gesetze und Regeln befolgt werden. Hierzu gehören ebenfalls die Gleichberechtigung der Frau und das aktive Teilnehmen an dem Leben in      unserer Gesellschaft.
  • Nutznießer der deutschen Sozialsysteme sollten nur Bürgerinnen und Bürger sein, welche in Deutschland ihren Beitrag durch Arbeit und Sozialabgaben wie auch Steuern leisten, oder Antrag auf Asyl beantragt oder erhalten haben.
  • Nationalitäten oder Religionszugehörigkeiten spielen keine Rolle, sofern, wie unter Absatz 3 und 4 benannt, die Richtlinien des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft akzeptiert und verinnerlicht werden.
  • Integration ist auf allen Gebieten zu fördern. Ein wesentliches Mittel ist Bildung und die Förderung des Breitensportes. Leichtathletik und weitere Breitensportarten müssen staatlich etabliert, finanziert, organisiert und gefördert sein. In Kommunen ist ein separates Kultur- und Sportamt zu gründen und zu fördern.
  • Sprachförderung – auch und insbesondere bei Kindern, sie darf nicht zu Lasten von Schulunterricht gehen, sondern hat vor Einschulungen oder übergangsweise in separat zu bildenden Klassen zu erfolgen.
  • Einer „Ghettobildung“ ist durch kommunale Planung vorzubeugen. Wo sie bereits erfolgte, sind durch Sozialwohnungsbau, bei dem die Kommune Einfluss auf die Wohnungsbelegung besitzt, sozial ausgewogene, heterogene Verhältnisse wieder herzustellen. Einwanderung zu nutzen, um Lohn- und Sozialdumping zu betreiben, ist nicht zulässig.
  • Integration bedeutet auch, deutsche Kinder und Jugendliche, die z.B. durch fehlende oder falsche Erziehung ihres Elternhauses neben der Gesellschaft landen, wieder zurück zu holen.

Artikel 7

Schutz von Umwelt und Natur: Wir möchten, dass unsere Kinder in einer sauberen und ökologisch funktionierenden Welt aufwachsen.

zu Artikel 7
  • Der Schutz von Umwelt und Natur liegt in unser aller eigenstem Interesse. Hier sind Konzepte vorrangig zu entwickeln, wie unsere Gesellschaft weiter – und überleben kann, ohne wesentlich unsere Standards zu verlieren. Es bedeutet eine Abkehr von dem Prinzip des „Wachstums“als absolute Grundlage der Wirtschaft. Die Folgen der Wachstumspolitik sind die absolute Zerstörung unserer Lebensgrundlagen.
  • Der Sinn unseres Lebens liegt definitiv nicht nur im Konsum. Er gehört zwar zu unserem Leben, denn wir brauchen Lebensmittel, Kleidung, Kommunikation und andere Dinge. Jedoch die Art und Weise, wie wir unseren Konsum gestalten, können wir ändern.
  • Wir brauchen keine Stromleitungen von tausenden Kilometern. Energieversorgung muss dezentral erfolgen. Ebenso gibt es keinen Platz für Fracking in Deutschland oder irgendeinem anderen Land der Erde. Es ist prinzipiell zu verbieten.
  • Deutschland und die Staatengemeinschaft müssen alle Möglichkeiten nutzen, um weiteren Abholzungen der Regenwälder wirksam entgegenzuwirken und bereits vorhandene „Naturbrachen“ wieder zu renaturieren. Den Lebensmittelketten in ihrem Preiskampf ist Einhalt zu gebieten. Gewisse Mindestpreise sind notwendig, um ökologische Lebensmittelproduktion zu garantieren und Arbeitsplätze zu erhalten.
  • Saatgutkonzerne, wie zum Beispiel Monsanto und DuPont, müssen verpflichtet werden, vorrangig im Interesse der Menschheit und des Natur- und Gesundheitsschutzes zu forschen und zu arbeiten. Wollen sie es nicht, ist für sie kein Platz.
  • Subventionen in der Landwirtschaft können nur dann gegeben werden, wenn ökologische Vorteile mit ihnen erreicht werden oder der Schutz von Landwirtschaften in Entwicklungsländern es erfordert. Sie dürfen in keinem Falle einer positiven ökologischen Entwicklung entgegenstehen.
  • Die Bündelung der Ressourcen in der Forschung nach alternativen Energien und weiteren alternativen Grundlagen unseres Lebens ist stringent zu forcieren. Mittel hierzu sind in ausreichender Menge den Universitäten und staatlichen Einrichtungen durch den Staat zur Verfügung zu stellen, deren Verwendung ist zu kontrollieren und sie dürfen nicht Lobbyinteressen der Privatwirtschaft dienen.
  • Herstellungs- und Verbraucherwege sind der Art zu gestalten, dass lange Transportwege im Sinne des Minderverbrauches von Rohstoffen entfallen. Parallel werden die Wertschöpfungsketten an den Verbraucherstandorten konzentriert und schaffen regional Arbeitsplätze.
  • Zukunftsweisende Verkehrskonzepte sind zu entwickeln, die z.B. den Rohstoff- und Warentransport optimieren – mittelfristig bis langfristig weg vom LKW als Massentransporter.
  • Berufsverkehr kann und muss anders gestaltet werden, um attraktiv und eine echte, ökologisch sinnvolle Alternative zu sein;
  • Subventionierung der Schaffung von Arbeitsplätzen in Ländern außerhalb der EU ist kontraproduktiv, Verlegung der Subventionen in Länder der EU dagegen sinnvoll
  • Der Handel mit Lebensmitteln an Aktienmärkten muss abgeschafft werden.

Artikel 8

Entprivatisierung des Gesundheitswesens: Ein Geschäft mit der Gesundheit des Menschen darf es nicht geben. Der Fokus muss auch hier wieder mehr auf den Menschen und sein Wohl gesetzt werden, gleichfalls in der gesamten Innen – und Aussen –, wie Wirtschaftspolitik

zu Artikel 8

Gesundheitswesen

  • Prinzipiell ist der Mensch wieder als Mensch und nicht als „Kunde“ zu betrachten. Auch hier kein TISA – Abkommen, denn Privatisierungen im Gesundheitswesen sind in großen Teilen kein Fort -, sondern ein Rückschritt, Gewinnmaximierung vor Humanismus.
  • Alle Bereiche im Gesundheitswesen, wie z.B. Prävention, Behandlung, Heilung und Pflege sind nicht in erster Linie kostentechnisch zu betrachten, sondern „wie kann der größtmögliche Nutzen für den Patienten“ erreicht werden. Ganzheitlicher Medizin ist ein größerer Stellenwert zu geben.
  • Personalschlüssel in Kliniken und Pflegeheimen müssen dringend geprüft werden. Das Honorar der Ärzte – keine Fallpauschalen, sondern gerechte Bezahlung.
  • Rekommunalisierung bereits privatisierter Krankenhäuser. Gesundheit kann über keine Aktiengesellschaft berechnet werden. In diesem Zusammenhang sei auch über die Frage nachzudenken, Forschungen und Produktion in den Bereichen Pharma und der folgenden Heilbehandlung in staatlichem Besitz zu etablieren.
  • Auch ist eine Krankenkasse ausreichend, die in staatlichem Besitz ist. Die Honorare der Ärzte sind überall gleich, Behandlungen und Medikationen Anerkannte Präventionsmaßnahmen könnten vereinheitlicht werden. Wettbewerb in der Verwaltung der Krankenkasse ist nicht notwendig. Die Gelder für Werbung und Personal könnten besser in Service und Behandlung eingesetzt werden.
  • Abbau von Bürokratismus ! Ärzte müssen einen Großteil ihrer Arbeitszeit der Verwaltung widmen. Diese Zeit geht Patienten verloren, wird nicht vergütet und führt zu Desinteresse am Beruf des Hausarztes.
  • Das Einzahlen der Beiträge aller verdienenden Bürgerinnen und Bürger unserer Bundesrepublik in die Sozialtöpfe. Wer zusätzliche Leistungen erhalten möchte, kann diese über Zusatzversicherungen erhalten.
  • Es gibt noch viele Probleme zu bearbeiten (Bsp. Ärzte aus dem Ausland), aber wie schon zuvor, es ist ein langer Weg und erfordert viel Sach- und Fachverstand, aber auch echtes Interesse an den in unserer Gesellschaft lebenden Menschen.

 

Innen- und Außenpolitik

 

  • Grundlegend: Für Abgeordnete und Mandatsträger in Bund und Ländern darf das Betreiben von mandatsbezogenen Nebenbeschäftigungen nicht der Selbstbereicherung dienen. Diese Einkommen sind in jedem Falle offen zu legen und den Parteien zur Verfügung zu stellen.
  • Lobbyisten können gerne ihre Interessen verkünden bzw. mitteilen, jedoch haben sie kein Zutrittsrecht zu den Räumen der politischen Institutionen von Bund und Ländern wie auch Gesetzesentwürfe nur durch unabhängige Sachverständige oder festangestellte Mitarbeiter der Ämter erarbeitet werden dürfen. Um Gesetzesentwürfe oder Beschlussvorlagen in Inhalt und Wirkung richtig prüfen zu können, sind sie in jedem Falle rechtzeitig den jeweiligen Ausschüssen zur Verfügung zu stellen. Verstöße sind generell strafrechtlich zu behandeln. Wichtige Gesetze sind generell durch Volksbefragungen zu entscheiden.
  • In der Judikative ist sicherzustellen, dass Staatsanwälte ebenso wie Richter und Schöffen in jedem Falle Parteienunabhängig sind. Wie auch in anderen Bereichen ist gerade hier Lobbyismus zur Wahrung der Demokratie ein absolutes Tabu.
  • Hinsichtlich der Polizei ist es in Baden – Württemberg erforderlich, um den modernen Anforderungen im Rahmen von ordnungspolitischen Maßnahmen (z.B. Fußball und Pegida) gerecht zu werden, aber noch verstärkt in der Kriminalitätsbekämpfung, sie massiv personell zu verstärken. BW besitzt im Vergleich mit den anderen Bundesländern die geringste Polizeidichte.
  • In Bezug auf die Bundeswehr ist diese lediglich ein auf die Verteidigung nach außen gerichtetes Organ. Sie unterliegt in jeder Situation dem Auftrag der Verteidigung der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland (Art. 87a Grundgesetz). „Kein Deutscher Soldat setzt seinen Fuß auf fremden Boden.“ So sind auch militärischen Aktionen anderer Staaten nicht zu unterstützen, wenn sie nicht offiziell einen begründeten Bündnisfall darstellen. Und selbst dieser ist gründlichst auf kurz- und langfristige Konsequenzen zu prüfen.
  • Eher sollte die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem THW für die Zukunft in Ausbildung und Technik befähigt werden, in Deutschland und weltweit bei Naturkatastrophen schnelle und umfassende Hilfe leisten zu können.
  • In diesem Zusammenhang ist eine Abkehr von der Politik der USA zwingend erforderlich. Friedliche Koexistenz der Völker kann nur Politik des Handelns sein. Die Kriege, Aggressionen und Einmischungen in andere Länder, allen voraus die der USA, haben zu der heutigen Situation in der Weltpolitik incl. z.B. Terror und IS geführt. Daher benötigen wir auch betr. der NATO-Mitgliedschaft neue Konzepte.
  • Für Europa kann nur eine eigene europäische Politik gültig sein, die in einer engen, friedlichen Zusammenarbeit mit allen anderen Völkern sich wiederspiegelt. Erst wenn die USA ihre „gottgewollte Rolle“ als Weltpolizei in eigenem Interesse endlich aufgibt, kann eine gleichberechtigte internationale Zusammenarbeit erfolgen. Dies betrifft auch die Arbeit des IWF.
  • Im Kontext ist auch die Presse und sind die Medien allgemein zu betrachten. Als vierte Gewalt muss Pressefreiheit garantiert werden. Aber – Pressefreiheit und ihr Auftrag in einer Demokratie bedeutet wahrheitsgemäß und neutral ALLE Fakten darzustellen. In der Vergangenheit ist dies immer weniger erfolgt. Beispielsweise unter Bezug auf die Ukraine sogar sträflich verfälscht. Das Ergebnis ist Kriegsgefahr, Einbußen in der Wirtschaft unseres Landes und ein Bürgerkrieg in der Ukraine, menschliche Tragödien sind nicht mehr beschreibbar.
  • Die Gefahren für eine Demokratie, die derzeit von der Presse ausgehen, in dem sich die Presse teilweise als 1. Macht im Staate sieht, sind nicht zu unterschätzen. Daher muss die Kontrolle der Medien durch das Volk erfolgen und nicht durch Parteien oder Privatpersonen.
  • Die Medien müssen bei Strafandrohung verpflichtet werden, objektiv zu berichten. Wie sie Fakten kommentieren, sei eine andere Frage, wenn die Fakten vollständig der Öffentlichkeit mitgeteilt sind. Die Unabhängigkeit der Presse ist zu garantieren.
  • Betreffs wirtschaftlicher Entwicklung ist die schnellere Förderung des Binnenmarktes ein Fakt. Besondere Bedeutung kommt der mittelständigen Industrie und dem Handwerk zu. Um keine Marktverzerrungen zuzulassen, sind die Abkommen TTIP, CETA und TISA nicht zu ratifizieren. Erläuterungen zu den Problemen der Abkommen erfolgen ggf. in einem separaten Link.
  • Der demographische Wandel ist eine Lüge, zumindest in Bezug auf Finanzierungsprobleme und Fachkräftemangel.
  • Tatsächlicher Fachkräftemangel herrscht in Pflege- und Erziehungsberufen wie bei bestimmten Spezialisten. Mit entsprechender Bildung und Bezahlung sollten sich diese Probleme allerdings beseitigen lassen. Ebenso darf in der Politik Jung und Alt nicht gegeneinander ausgespielt werden. Alle arbeiten und leben miteinander.
  • Eine entwickelte Gesellschaft kann im Übrigen ruhig ein wenig schrumpfen. Durch z.B. Rationalisierung und Modernisierung in Industrie, Handel und Verwaltung werden immer mehr Arbeitskräfte freigesetzt. Die Dienstleistung kann das aber nur teilweise auffangen. Was machen wir dann mit dem Rest? – oder später mit Migranten?
  • Damit wirksame Gesellschaftsmodelle entwickelt werden können, kommt den Universitäten eine außerordentliche Rolle zu, die nur mit Dekanen und Lehrkräften verwirklicht werden kann, die progressiv sind und selber eine allumfassende, gute Allgemeinbildung besitzen, die unabhängig arbeiten können.

 

Europapolitik

  • In Brüssel gilt das Gleiche wie bei den Abgeordneten des Bundes und der Länder im Absatz „Grundlegend“. Auch ist die europäische Arbeit so auszurichten, dass das bestimmende Maß das europäische Parlament ist und nicht die europäische Kommission. Gleichfalls müssen Fragen der Souveränität der einzelnen Mitglieder in verschiedenen Fragen ausführlicher diskutiert werden.
  • Das Steuer -, Sozial – und Arbeitsrecht muss in allen Mitgliedsländern ohne Ausnahme das gleiche sein. Arbeitslöhne müssen kurzfristig angeglichen werden.
  • Bevor eine europäische Union eine wirkliche, in gewolltem Sinne werden kann, müssen soziale und ökonomische Verhältnisse in allen Mitgliedsländern auf einem vergleichbaren Level sein.

Artikel 9

Gleichberechtigung von Mann und Frau: Wir setzen uns für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein, dies gilt einerseits in Bezug auf die Angleichung der Löhne aber auch in Bezug auf gesetzliche Regelungen beim Sorge- und Familienrecht.

zu Artikel 9
  • Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist eine absolute Grundlage des Lebens in unserer Gesellschaft.
  • Gleiche Möglichkeiten in der Berufsbildung und – ausübung wie deren Entlohnung müssen selbstverständlich sein.
  • Die Erfahrung zeigt, Entscheidungen, welche in Zusammenarbeit beider Geschlechter getroffen werden, besitzen bessere Eigenschaften.
  • Gleiche, verantwortungsvoll wahrgenommene Rechte und Pflichten in und nach einer Ehe, gerade in Bezug auf das Erziehungs – und Umgangsrecht der gemeinsamen Kinder, sind wesentlich für ihre gesunde Entwicklung.
  • In der heutigen gesellschaftlichen Landschaft sind das Sorge -, Unterhalts- und Familienrecht den sich geänderten Bedingungen anzupassen und allen Seiten gerecht zu gestalten.

Artikel 10

Der Begriff Familie bezieht sich bei uns nicht nur auf das klassische Familienbild, sondern beinhaltet auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder Patchwork Familien ebenso wie die Verhinderung von Altersarmut.

zu Artikel 10
  • Die Familie, wie sie auch immer heute zusammengesetzt sein mag, ist der kleinste, aber wichtigste Teil unserer Gesellschaft.
  • Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind gleichberechtigt zu heterogeschlechtlichen Beziehungen zu stellen. Psychologische Besonderheiten sind besser zu berücksichtigen.
  • In der heutigen Zeit wird von Arbeitskräften verlangt, flexibel bei der Arbeitsannahme zu sein, was auf Grund teilweise großer Entfernungen der Arbeitsorte zu dem Zerreißen der Familienverbände führt. Dem ist durch Bund, Länder und Kommunen mittels Ausbildungslenkung und Förderung entsprechender Gewerbeansiedlungen entgegenzuwirken.
  • Altersarmut steigt immer weiter. Eine Privatisierung der Altersvorsorge darf daher nicht mehr geduldet werden. Es ist Aufgabe des Staates und dieser wirtschaftet nachweislich besser. Auch bedarf es ebenfalls hier in keiner Hinsicht des Ausspielens von Jung gegen Alt oder umgekehrt.

Schlussbemerkung

Um hier Lösungen zu finden, benötigen wir Menschen, welche nicht nur befähigt sind High-Tech-Bereiche international zu erschließen, sondern die vor allen Dingen ganzheitlich, humanistisch und umweltbewusst gebildet sind. Menschen, die in einem kontinuierlich positiven und kreativen, alle Bereiche des Lebens umfassenden Prozess heranwachsen, deren Talente erkannt und gefördert werden, wie als wichtigstes – die Fähigkeit zur Liebe zu sich selbst und Anderen erlernen können und besitzen.

Es wird eine Arbeit, die über Jahre und Jahrzehnte dauern wird, bis wir zu tiefgreifenden Erfolgen kommen werden. Gleichzeitig und immer während müssen Konzeptionen und Ziele auf die sich ständig verändernden gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedingungen geprüft werden. Jedoch: Am Anfang steht der erste Schritt, den wir hiermit begehen.

Pforzheim, den 17. Juni 2015

 

Abschließend

  • In allen Bereichen ist Transparenz auf den Wegen der Entscheidungsfindung wie bei Entscheidungen in der Politik von Anbeginn an zu gewährleisten. Wer im Herzen demokratisch und ehrlich arbeitet benötigt keine verschlossenen Türen.
  • Es gibt noch viele Themen wie Inklusion, Steuerreform, Rentenbeiträge, Mindestlohn und Mindeststundenverrechnungssatz, Gewerkschaften und ihre Rolle in der Gesellschaft, Kartellamt, um nur einige zu nennen.
  • Damit alle Themenkomplexe konkret und konstruktiv bearbeiten werden können, schlagen wir wieder den Bogen zu der Bildung. Wir brauchen Menschen mit einer breit ausgerichteten humanistischen Ausbildung und keine Fachidioten.
  • Mit einer guten, allumfassenden Bildung unserer Kinder und der ständigen Weiterbildung Erwachsener lassen sich alle Probleme angehen und lösen. Daher liegt unser Interesse unabhängig der drängenden, unbedingt schnell zu lösenden gegenwärtigen Probleme in Politik und Wirtschaft vor allem in einem Bildungssystem, was seinen Namen auch verdient.
  • Nur in der Zusammenarbeit aller Mitglieder, aller Organisationen und Vereine unserer Gesellschaft ist es möglich, die Zukunft zu gestalten, in der Egoismus, Neoliberalismus, Rassismus, Fundamentalismus und Rechtspopulismus in all ihren Formen keinen Platz haben.
  • In der sich ständig wandelnden Gesellschaft mit all ihren Problemen fehlen notwendige, zukunftsweisende Konzepte für die gesellschaftliche Entwicklung. Somit sehen sich Elternhäuser, Pädagogen, Politik und Wissenschaften vor Probleme gestellt, die sofort in Angriff genommen werden müssen. Frustration, Arbeitslosigkeit, soziale Probleme, Bildungsmängel der Eltern aus deren Schulzeit, Mängel – schon in ihrer Erziehung – werden weitergegeben, führen zu Vereinsamung, Frustration, Politikverdrossenheit, Ängsten, Wut und dem Gefühl des „Allein gelassen seins“. Das muss sich ändern !

Pforzheim, den 17. Juni 2015
Die Mitgliederversammlung der Liste Eltern Deutschland

„Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“
Vincent Willem van Gogh